Prosa

Walter Benjamins Spiegelkabinett

Von Walter Benjamins Reisen in verschieden Städte zeugen seine sogenannten Städtebilder, kurze Texte, in denen der Philosoph und Kritiker seine Erfahrungen an dem jeweiligen Ort für sein Publikum greifbar macht. Dieser Essay beleuchtet das Städtebild Paris, die Stadt im Spiegel vor der Folie seiner Erkenntniskritischen Vorrede genauer.

Die Idee Marseilles

Ein Essay, der sich mit der essayistischen Darstellungsweise Benjamins beschäftigt, wie er sie in der Erkenntniskritischen Vorrede entwirft und die den Anspruch postuliert, die Idee in den Phänomenen durch die Sprache der Bilder erscheinen zu lassen. Dieser Text versucht diese Vorgehensweise an Benjamins Städtebild zu Marseille aufzuzeigen.

Höllenschlund

Ein junger Mensch in Eile. – Ein Obdachloser steigt aus dem Zug aus. – Ein Abstieg, ein Aufprall. – stramme Dozenten. – runde Räume und Feuer.

Aphorismen

Sei gegrüßt Leonard, wie du sicherlich anhand meiner wenig verschleiernden Mailadresse (sie macht keinen Hehl, den Namen zu offenbaren) bereits vermutet hast, bin Ich derjenige der schreibt. Lange ist es her, viel länger fühlt es sich an, dass wir uns gesprochen haben. Das letzte Mal, an das ich mich zu erinnern vermag, war der Sommer vergangenen Jahres vor dem Antlitz des Universitätsgebäudes auf dem die Anschrift prangt „Die Wahrheit wird euch frei machen“. Diese verheißenden Worte, die ich stets aus dem Augenwinkel (binokular oder mononukolar oder metaphysisch) zu erblicken trachte, wenn meine Perspektive es zulässt, entstammt ursprünglich dem Johannesevangelium. Dort lautet die ungekürzte Passage wie folgt: „Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.“ Doch wer will stets alles in Kontext oder Begriffen fassen? Wer will… Weiterlesen »Aphorismen