Gedichte von Ikarus

Oh Weh

Im Sturm mit wildem Getose

Erobere ich deine Seel´,

Die schüchtern fleht, wie die Rose:

“Komm pflück mich, denn ich will vergehn.”

So schwing ich mich auf und befalle

dein schimmerndes schillerndes Ich;

mit Donnern und lautem Geknalle;

Komm an holdes Röslein zerbrich´.

Und trotz deinem heftigen Wehren

Ich glaubte, du hast es gewollt;

Musst du mir dein Antlitz entbehren;

Das purpurne Köpflein es rollt.

Es rinnt und schäumt aus den Lenden,

Der Leib er krümmt sich “Oh Weh”;

Ein Schicksal lässt sich nicht wenden

Ruh wohl meine Teure, ade.

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