Poetische Fragmente #1

Ein Poet, der sich im Kreise dreht, weil er sich selbst nicht recht versteht. Doch dennoch Fragen stellt, über Gott und dessen Welt. Sich in der Rolle des Denkers manchmal gut gefällt, doch lieber Zigaretten raucht, als sich zu fragen, was er taugt.

Man kann festgefahrene Muster durchbrechen. Ich trage mein Handy jetzt in der linken Hosentasche.

Denken heißt Schenken, heißt Glieder verrenken, heißt sich trotz der Hitze in der Hölle versenken.

Wie das Fahrrad auf seinem Ständer stehend leicht seinen Kopf zu einem neigt, könnte man glatt meinen, es spreche eine persönliche Einladung zur Spazierfahrt aus. Auge in Auge schafft Distanz. Einst war man mal eins, man wird nie wieder ganz. Darum tanzen wir unseren Todestanz. Doch warum schreibe ich so einen Firlefanz?

Es fühlt sich jeden Tag so an, als würde ich mit meinem Kopf gegen eine Wand rennen. Wenn ich aber den Kopf hebe, um mich nach der Wand umzusehen, erblicke ich nichts als eine Tür.

Mein Herz zerschmettert wie ein Schiff, das in die Sturmflut geworfen von einer Welle der Einsamkeit hinabgerissen in den Tiefen des Ozeans zu Grunde geht.

Manchmal wünschte ich, ich wäre eine Zigarette, um durch den Leben spendenden Zungenkuss von Papier, Speichel und dem Urknall der Flamme nach einigen, wenigen, hell aufglimmenden, glutroten, ekstatischen Momenten in einem vollen Aschenbecher zu verglühen.

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